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Unwetter im Rückblick

Dienstag, 10.02.2015

Winterchaos an der US-Ostküste

Boston versinkt im Rekordschnee

Eine heftige und andauernde Kältewelle hat den Osten der USA heimgesucht. Rund um Boston gab es Rekordschneefälle, viele Flüsse und auch die Großen Seen froren zu.

Die Nordosthälfte der USA erlebte im Februar 2015 das zweite Jahr in Folge eine extreme Kältewelle mit arktischen Temperaturen und wiederholten Blizzards. Durch die klirrende Kälte mit bis zu minus 40 Grad froren fast alle Flüsse und Seen zu. Die Großen Seen waren zeitweise zu fast 90 Prozent vereist. Auch die Niagarafälle waren teilweise zugefroren und vor Manhattan trieben auf dem Hudson-River große Eisschollen.

Klirrende Kälte im Nordosten den USA: Vor Manhattan ist der Hudson teilweise zugefroren, Fähren kommen kaum noch durch die Eisschollen. Bild:afp

An der US-Ostküste waren vor allem die Schneemassen das Problem. Nach mehreren Blizzards türmte sich der Schnee rund um Boston mehr als zwei Meter hoch auf. Busse und U-Bahnen führen nicht, Schulen und öffentliche Gebäude blieben zeitweise geschlossen, auf den Flughäfen fielen tausende Flüge aus. Die Behörden karrten die Schneemassen mit Lastwagen aus der Stadt und kippten sie ins Hafenbecken, anderswo wurden gigantische, bis zu 20 Meter hohe Schneeberge aufgetürmt. Sogar maschinelle Schneeschmelz-Aggregate kamen zum Einsatz.

Enorme Schneemassen in Boston: Bis zu zwei Meter hoch türmte sich der Schnee in den Straßen der Stadt, das öffentliche Leben in der Metropole war zeitweise lahmgelegt. Bild: dpa

Grund für die hartnäckige Kältewelle war ein starkes, beständiges Hochdruckgebiet über dem Westen der USA. An seiner Ostflanke gelangte eiskalte arktische Frostluft ungehindert weit nach Süden und traf vor allem den dicht besiedelten Osten und Nordosten der USA. Vor der US-Ostküste zog diese Kaltluft über das relativ warme Meerwasser hinweg, was starke Tiefdruckgebiete entstehen ließ. Diese führten zu mehreren Schneestürmen.

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