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Unwetter im Rückblick

Samstag, 06.12.2014

Eine Woche extremes Raueis

Mittelgebirge erstarren im Eis

Über eine Woche lang hat Anfang Dezember 2014 extremes Raueis die Mittelgebirge dick vereist: Unter tonnenschweren Eisanlagerungen brachen viele Bäume, Straßen und Waldgebiete mussten gesperrt werden.

Ein Förster beschreibt die außergewöhnliche Eislage im Erzgebirge. Die Vereisungen waren teils über 10 Zentimeter dick.

Besonders betroffen waren die östlichen Hochlagen von Westerwald, Schwäbischer Alb, Harz, Erzgebirge und Thüringer Wald. Viele Straßen und Bundesstraßen mussten tagelang gesperrt werden. Rund um den Fichtelberg im Erzgebirge war sogar der Zutritt zu ganzen Wäldern verboten, da Bäume ohne Vorwarnung jederzeit unter der tonnenschweren Eislast zusammenbrechen konnten. Die Eislage weitete sich in der Folge auch auf Österreich, Tschechien und Ungarn aus, wo ganze Orte von der Außenwelt abgeschnitten wurden.

Bereits Ende November begannen erste Regionen oberhalb von 500 Meter Höhe unter Raueis zu erstarren. Während in tieferen Lagen trübes und ruhiges Novemberwetter herrschte, hingen die Berge in den Wolken. Tagelang trieb ein gleichbleibender Ostwind die Nebelschwaden bei Dauerfrost immer über die gleichen Berghänge. Die Feuchtigkeit gefror besonders an den Osthängen an Bäumen, Zäunen und Gegenständen zu über zehn Zentimeter langen Eisnadeln, dem sogenannten Raueis. Später kam regional auch noch gefrierender Regen hinzu.

Auch in Österreich, Tschechien und Ungarn bereitete das Eis riesige Probleme. In Niederösterreich war sogar ein Panzer im Einsatz, da die Eisbruchgefahr selbst der Feuerwehr zu groß wurde. Bild: dpa

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