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Unwetter im Rückblick

Samstag, 09.11.2013

Rekordtaifun trifft Philippinen

Tausende Todesopfer durch HAIYAN

Mit HAIYAN hat einer der stärksten jemals beobachten Tropenstürme Teile der Philippinen verwüstet. Tausende Menschen kamen ums Leben und über 11 Millionen waren von den Auswirkungen betroffen.

Erst aus der Luft wird das ganze Ausmaß der Katastrophe deutlich. Bildquelle: dpa, AFP

Supertaifun HAIYAN schlug am 9. November eine Schneise der Verwüstung durch die Philippinen. Vor allem auf den Inseln Leyte und Samar, wo der Sturm mit Böen von über 300 Stundenkilometern und einer vermutlich bis zu 10 Meter hohen Sturmflut an Land ging, waren die Schäden katastrophal. Die 50.000 Einwohner-Stadt Guiuan und Tacloban mit über 200.000 Bewohnern wurden fast vollständig zerstört, selbst massiv gebaute Häuser hielten dem Sturm nicht stand. Die riesige Sturmflut überschwemmte zudem die Städte und große Küstenabschnitte meterhoch.

Es dauerte Tage bis Hilfe die betroffenen Menschen erreichte, da Zufahrtsstraßen von Bäumen und Trümmern übersät und selbst der Flughafen von Tacloban City vollständig zerstört waren. Plünderungen und Gewalt schlugen um sich, die Militär und Polizei nur nach und nach in den Griff bekamen. Im Katastrophengebiet fehlte es an allem. Besonders mangelte es an sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Nach Schätzungen der UN waren mehr als 11 Millionen Philippiner von der Naturkatastrophe betroffen, über 650.000 obdachlos.

Die zerstörerische Route von HAIYAN: Als Supertaifun (rot) überquerte er die Philippinen von Ost nach West und schwächte sich auf seinem weiteren Weg über das Südchinesische Meer ab, bevor er in Nordvietnam wiederum auf Land traf und sich anschließend auflöste. Bildquelle: public domain

Der Taifun schwächte sich auf seinem Weg über die Philippinen nur relativ wenig ab. Selbst an der Westküste wurden noch Windgeschwindigkeiten von über 200 Kilometer pro Stunde erreicht. An den Folgetagen sorgte der Sturm auch in Vietnam, Taiwan und China für Schäden. Die Ausmaße hielten sich jedoch in Grenzen, da sich der Tropensturm deutlich abschwächte.

HAIYAN geht als bisher weltweit stärkster auf Land treffende Tropensturm in die Geschichte ein. Auf dem Pazifik war der Sturm sogar noch stärker: Nach Schätzungen des Joint Typhoon Warning Center betrugen die Spitzenböen kurz vorm Landgang bis zu 380 Kilometer pro Stunde. Damit ist der Tropensturm einer der stärksten überhaupt seit Beginn der Messungen weltweit. Auch wenn jedes Jahr schwere Taifune die Philippinen treffen, war HAIYAN nicht nur der stärkste, sondern auch einer mit den meisten Todesopfern in der Geschichte des Landes.

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