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Unwetter im Rückblick

Donnerstag, 28.03.2013

Kälterekorde im März

Regional auch viel Neuschnee

Der März 2013 ist in die Klimageschichte eingegangen. In den letzten 50 Jahren gab es nur einen Märzmonat, der kälter war, und das war im Jahre 1987. Seit Aufzeichnungsbeginn 1881 rangiert der Monat auf Platz 6. Im Laufe des Monats purzelten reihenweise Kälte- und Schneerekorde. In Berlin lag drei Wochen lang eine geschlossene Schneedecke. Um so bemerkenswerter ist, dass es zu Beginn noch ganz anders aussah: In Düsseldorf wurden am 6. März 20,2 Grad gemessen. Auch das war wiederum ein neuer, wenn auch ein Wärme-Rekord.

Landesweit war der März rund vier Grad kälter als im langjährigen Mittel. Dabei war die Abweichung im Osten am größten, wo kurz nach dem kalendarischen Frühlingsanfang die Höchstwerte (!) örtlich nur bei minus 5 Grad lagen. So kalt war es zu dieser Zeit seit über 150 Jahren nicht mehr. Die kältesten Nächte gab es zur Monatsmitte, wo in Teilen des Ostens Minima um minus 17 Grad gemessen wurden. Wie unterschiedlich ein "Frühlingsmonat" ausfallen kann, zeigt der Blick auf's letzte Jahr: 2012 gab es den zweitwärmsten März seit Aufzeichnungsbeginn.

Historisch kalter Märzwinter 2013

Das Temperaturmittel lag weiter unter dem Normalbereich der letzten 30 Jahre. Was für ein Absturz im Vergleich zum letzten Jahr!

Mit rund 35 Liter Niederschlag pro Quadratmeter war der Monat etwa 40 Prozent trockener als im Klimamittel. Vor allem im Nordosten fiel dabei fast durchweg Schnee. Aber selbst in klimatisch begünstigten Köln am Rhein wurden neue Schneerekorde für einen März verzeichnet. Mit 12 Zentimetern lagen dort drei Zentimeter mehr als im bisherigen Schneerekordmärz 1962. Am trockensten war es im Nordwesten. Im Nordseeumfeld fielen meist nur 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter.

Eher spärliche Niederschlagsbilanz

Trotz dem vor allem im Süden dominierenden Tiefdruckeinfluss lag die monatliche Niederschlagssumme nur gerade noch im unteren Normalbereich.

Nach den extrem trüben Vormonaten Januar und Februar zeigte der März, dass es die Sonne doch noch gibt. Mit 124 Sonnenstunden wurde fast genau der Mittelwert der letzten 30 Jahre getroffen. Am schönsten war es in den ostdeutschen Ländern und im Ostseeumfeld. Die meisten Wolken gab es in einem Streifen vom Schwarzwald bis zum Bodensee.

Zahl der Sonnenstunden völlig normal

Endlich kehrte die Sonne zurück: In einigen Regionen konnte erstmals seit Wochen wieder nennenswerter Sonnenschein verzeichnet werden.

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