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Unwetter im Rückblick

Dienstag, 30.10.2012

Wintereinbruch im Oktober

Neue Schnee- und Kälterekorde

Nur eine Woche nach dem außergewöhnlich warmen, dritten Oktoberwochenende hat ein kräftiger Kaltlufteinbruch am letzten Oktoberwochenende für Schneefälle bis ins Flachland und neue Kälterekorde gesorgt. Mit bis zu 20 Zentimetern Schnee in Sachsen wurde die höchste Schneedecke im Flachland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen registriert. Am meisten Schnee fiel im Südosten vom Erzgebirge bis zum Bayerischen Wald, wo am Samstag in den Hochlagen schon vereinzelt Wintersport möglich war. In freien Lagen kam es sogar zu Verwehungen.

Schneeverwehungen im Erzgebirge

Heftiger Schneefall in Kombination mit starkem Nordostwind sorgten im Erzgebirge für Schneesturm-artige Verhältnisse. In freien Lagen bildeten sich eindrucksvolle Schneewehen. Rund ums Erzgebirge wurden neue Schneerekorde für Oktober verzeichnet. Bildquelle: WetterOnline Bilderforum

In der klaren Polarluft wurden auch außergewöhnlich tiefe Nachttemperaturen registriert. In der Nacht zum 28. Oktober war es in einem Streifen vom Oberrhein bis zur Oder bei klarem Himmel besonders frostig. Im sächsischen Plauen sank die Temperatur auf minus 8,6 Grad, die kälteste Oktobernacht seit mindestens 60 Jahren. In Gera wurden direkt über der immer noch 12 Zentimeter dicken Schneedecke sogar minus 12 Grad gemessen. Noch kälter war es auf der Zugspitze mit minus 16,6 Grad, was nur etwas wärmer als der Kälterekord vom 31.10.1941 war.

Kälterekorde in der Nacht zum Montag

In der Nacht zum Montag, den 28. Oktober kam es verbreitet zu Frost. In ungünstigen Lagen gingen die Temperaturen auf fast minus 10 Grad zurück, so kalt war es gebietsweise noch nie im Oktober. Bildquelle: WetterOnline

Auslöser der Oktoberkälte was eine Kombination aus einem Hochdruckgebiet auf dem Atlantik und einem Tief über Skandinavien. Dazwischen konnte sehr kalte Luft aus arktischen Breiten weit nach Süden strömen. Ein weiteres Tief über Oberitalien drückte feuchtwarme Mittelmeerluft über die Alpen nach Norden. Diese prallte über der Mitte Deutschlands mit der kalten Polarluft zusammen, es entstand eine Luftmassengrenze, die zu anhaltenden und kräftigen Schneefällen führte.

Atlantikhoch brachte Kaltluft

Zwischen einem Hochdruckgebiet westlich der Britischen Inseln und einem Tiefdrucksystem über Oberitalien strömte kalte Luft von Norden bis zu den Alpen. Dort traf sie auf wärmere Mittelmeerluft, die von einem Tief über Norditalien nach Norden gedrückt wurde. Entlang dieser Luftmassengrenze kam es zu anhaltenden und intensiven Schneefällen bis ins Flachland. Bildquelle: WetterOnline Mitgliedschaft

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