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Unwetter im Rückblick

Donnerstag, 17.05.2012

Unterkühlte erste Maihälfte

Graupelschauer und Bodenfrost

Die erste Maihälfte ist vor allem in der Nordhälfte Deutschlands unterkühlt ausgefallen. Wiederholt trat in diesem Zeitraum Bodenfrost oder sogar leichter Luftfrost auf. In den ersten Maitagen waren die Nächte vor allem im Norden sehr frisch, nach dem 10. Mai gab es dann fast im ganzen Land Bodenfrost. Der Höhepunkt der Maikälte trat in der Nacht zu Christi Himmelfahrt auf, als in der Südhälfte verbreitet Luftfrost bis zu minus 3 Grad registriert wurde. Diese Häufung von Spätfrösten ist für Mai ungewöhnlich und kommt nur alle paar Jahre vor.

Frostige Nacht zu Christi Himmelfahrt

Vor allem in der Mitte meldeten die Wetterstationen in der Nacht zu Christi Himmelfahrt leichten Frost. Am kältesten war es mit minus 3 Grad in Ramstein bei Kaiserslautern, aber auch in Neuhütten im Spessart wurden nur minus 2 Grad registriert. Bildquelle: WetterOnline Mitgliedschaft

Grund für die kühle Witterung war ein ortsfestes Hochdruckgebiet über dem Nordatlantik und Island, das Tiefdruckgebiete im Westen blockierte. Stattdessen strömte an dessen Ostflanke kalte Luft polaren Ursprungs wiederholt weit nach Süden. Eingelagerte Tiefausläufer sorgten zudem für Niederschläge, die teilweise bis in mittlere Lagen als Schnee oder Graupel fielen. Im Bergland wurde es sogar noch einmal weiß.

Polarluft sorgte für unterkühlten Maibeginn

Klassische Druckverteilung für Spätfröste: Zwischen einem Hochdruckgebiet über dem Nordatlantik und Tiefdruckgebieten über Skandinavien wurde in den ersten Maiwochen immer wieder sehr kühle Luft polaren Ursprungs herangeführt. Bildquelle: WetterOnline Mitgliedschaft

Die Spätfröste hatten vor allem in der Landwirtschaft unangenehme Folgen. Gebietsweise kam es zu Frostschäden an Nutzpflanzen wie Kartoffeln oder Erdbeeren, auch blühende Obstbäume waren zum Teil betroffen.

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