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Unwetter im Rückblick

Samstag, 03.03.2012

Tornadoserie in den USA

50 Tote und Millionenschäden

In der Nacht zum 1. März und am 3. März sind über den Mittleren Westen und den südöstlichen Bundesstaaten der USA insgesamt mehr als 200 Tornados hinweggezogen. Dabei gab es Schäden in Millionenhöhe, einzelne Orte wurden sogar völlig zerstört. Hunderte Menschen wurden verletzt und mindestens 50 haben die heftigen Unwetter nicht überlebt.

Häuser und Autos völlig zerstört

Illinois war von den zahlreichen Tornados am 1. März besonders stark betroffen. Das Foto stammt aus Harrisburg. Bildquelle: AFP

In der Nacht zum 1. März war vor allem ein Streifen von Kansas bis nach Kentucky betroffen. In Harrisburg (Illenois) verwüsteten die Wirbelstürme ganze Wohngebiete. Mindestens 300 Häuser wurden schwer beschädigt, darunter auch ein Krankenhaus. In Kansas zerstörte der Sturm etwa 40 Prozent des Ortes Harveyville nahe Topeka. Millionenschäden richteten die Stürme mit Windspitzen bis zu 270 Stundenkilometer auch in Kentucky an. Es gab mindestens 12 Todesopfer, hunderte Menschen wurden verletzt.

Am 3. März erstreckte sich die Unwetterfront vom Mittleren Westen bis in die Südstaaten, dabei traten mindestens 94 Tornados auf. Besonders heftig getroffen hat es den Bundesstaat Indiana, allein dort kamen mindestens 13 Menschen ums Leben. In Henryville im Süden von Indiana wurde unter anderem die Highschool der Stadt komplett zerstört, die Schüler wurden jedoch nur leicht verletzt. Die 2000 Einwohner zählende Nachbargemeinde Marysville wurde dem Erdboden gleichgemacht. Insgesamt kamen bei diesem Ausbruch mindestens 38 Menschen ums Leben.

Tornadoserie am 3. März

Der nationale Wetterdienst registrierte am 3. März vor allem in den Bundesstaaten Indiana und Ohio, sowie in Kentucky, Tennessee, Alabama and Georgia 94 Tornados, die in der Karte in rot markiert sind. Bildquelle: NOAA

Die Gewitter samt ihren Tornados hatten sich entlang einer Kaltfront entwickelt. Sie zog von Westen her langsam ostwärts in Richtung Kansas und Kentucky und verdrängte am 3. März auch an der Ostküste die letzten Reste der Warmluft.

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