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Unwetter im Rückblick

Mittwoch, 12.03.2008

Sturmtief über dem Norden

Unfälle und Stromausfälle

Das Sturmtief "Kirsten" hat am Morgen den Westen und Nordwesten Deutschlands erreicht. Durch den Sturm ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Bäume knickten um. Einige Land- und Kreisstraßen wie zum Beispiel im Raum Freudenstadt im Schwarzwald wurden wegen umgestürzter Bäume gesperrt. In mehreren Orten im oberen Kylltal in der Eifel fiel der Strom zeitweise aus, nachdem eine Leitung durch umgeknickte Bäume beschädigt worden war.

Spitzenböen vom 12. März

Bildquelle: WetterOnline - Im Flachland sorgte Sturmtief "Kirsten" vor allem im Norden und in der Mitte Deutschlands verbreitet für schwere Sturmböen, teils auch für orkanartige Böen. In den Hochlagen traten Orkanböen auf.

Vielerorts traten im Flachland schwere Sturmböen um 90 Stundenkilometer, örtlich auch orkanartige Böen bis 110 Stundenkilometer auf. In Trier und Karlsruhe wurden jeweils Böen von 108 Stundenkilometer registriert. Noch stärker blies der Wind in den Hochlagen der Mittelgebirge. Dort gab es Orkanböen bis 162 Stundenkilometer, wie zum Beispiel auf dem Feldberg im Südschwarzwald.

Wegen des Sturms verkehrten die Fähren auf dem Bodensee nicht. In den Höhenlagen des Schwarzwaldes stellte die Bahn den Zugverkehr auf der Strecke Titisee-Seebrugg vorsorglich ein. Es wurde ein Busersatzverkehr eingerichtet. Wegen beschädigter Oberleitungen wurde der Bahnverkehr zwischen Stolberg und Eschweiler bei Aachen sowie zwischen Rheydt und Baal gestoppt.

Außerdem wurde ein Trampolin aus einem Garten in Alfter bei Bonn auf Bahngleise geschleudert, so dass ein ICE bremsen musste. Trotz Schnellbremsung raste der Zug in das Trampolin und kam erst 300 Meter hinter dem Hindernis zum Stehen. Die Strecke wurde für eine Stunde gesperrt. In Emmerich und Rees wurden die Rheinbrücken abgeriegelt, nachdem Anhänger von Lastwagen umgekippt waren.

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