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Unwetter im Rückblick

Sonntag, 02.03.2008

Das Orkantief "Emma"

Vielerorts fiel der Strom aus

Das Orkantief "Emma" hat zum meteorologischen Frühlingsanfang am Samstag, den 1. März 2008 für zahlreiche Schäden gesorgt. Bei Spitzenböen bis zu 150 Kilometer pro Stunde im Flachland und bis über 220 Kilometer pro Stunde in den Hochlagen wurden Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Feuerwehr und Polizei waren in vielen Regionen im Dauereinsatz. In Deutschland hat der Orkan vier Todesopfer gefordert, weitere sechs Menschen starben in Tschechien und Österreich.

Vielerorts kam es zu Stromausfällen, in Baden-Württemberg knickten einige Strommasten um. In Mittelfranken und Oberbayern waren 100.000 Menschen vorübergehend ohne Strom. Am Frankfurter Flughafen gab es Flugausfälle, auch die Deutsche Bahn war massiv betroffen. Zahlreiche Strecken waren durch umgestürzte Bäume blockiert. In Brühl zwischen Köln und Bonn fuhr ein ICE in einen umgestürzten Baum. Neben Sturmschäden brachten intensive Regenfälle vor allem in Bayern Hochwasser.

Die stärkste Böe in tieferen Lagen wurde mit 151 Stundenkilometer in Chemnitz registriert. Weitere Orkanböen gab es in Mühldorf am Inn (137 Kilometer pro Stunde) sowie in Gera und Heilbronn mit Böen zwischen 120 und 130 Kilometer pro Stunde. Noch stärker war der Wind in den Hochlagen. Auf dem Feldberg im Schwarzwald wurde eine Böen von 162, auf dem Wendelstein von 223 Kilometer pro Stunde gemessen. Damit war "Emma" was die stärksten Böen betrifft sogar stärker als "Kyrill" im Januar 2007.

Die WetterOnline-Redaktion hat über 30 Stunden hinweg sämtliche Ereignisse zum Orkantief in einem Live-Ticker dokumentiert. Nochmals vielen Dank für die zahlreichen Wettermeldungen und Bildsendungen.

Live-Ticker zum Nachlesen.

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