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Unwetter im Rückblick

Freitag, 15.06.2007

Drei Tornados an Gewitterfront

Große Wald- und Gebäudeschäden

Im Rahmen der Kaltfrontpassage am 15.06.2007 gab es mehrere Tornado-Verdachtsfälle. Bestätigt wurden bisher jeweils ein Tornado in Niedersachsen, Brandenburg und Bayern.

In Niedersachsen zog gegen 16:00 Uhr zog ein Tornado der Stärke F1-F2 nordöstlich von Bremen im Landkreis Rotenburg von Tarmstedt nach Westertimke. Dabei traten in Westertimke an mindestens 15 Gebäuden erhebliche Schäden auf. Ein Buchenast krachte in den Dachstuhl eines alten Bauernhauses, ein Bushäuschen wurde durch die Luft geschleudert und traf auf ein Auto. Dächer wurden abgedeckt, Fensterscheiben brachen und Bäume knickten um. Mehrere Augenzeugen konnten das 3 bis 4 Minuten andauernde Ereignis beobachten. Verletzt wurde niemand.

Ein weiterer Tornado konnte aufgrund der Schäden in Brandenburg nachgewiesen werden. Im Bereich Neulöwenberg - Bergsdorf - Zehdenick (Kreis Oberhavel) hinterließ der Tornado eine etwa 2 Kilometer lange Schadensspur. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt oder abgeknickt, ein Hochsitz wurde umgeworfen. Zudem gab es Schäden an Gebäuden und an einer Freileitung.

Der dritte Tornado trat im Landkreis Rosenheim im Süden Bayerns auf. Gegen 18:15 Uhr sorgte er in der Ortschaft Altbabensham für Schäden. Neben abgedeckten Dächern wurden ganze Dachstühle von mehreren Gebäuden herabgerissen. Im angrenzenden Wald zog er eine Schneise der Verwüstung. Auf einer Breite von etwa 50 Metern waren alle Bäume in der Mitte abgeknickt. Zudem wurde ein Maisfeld zerstört. Die folgenden Bilder zeigen einen Teil des Schadensausmaßes. Wir danken Josef Reisner für die Überlassung des Bildmaterials.

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