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Unwetter im Rückblick

Freitag, 16.06.2006

Starker Tornado im Nordosten

Hühnereigroße Hagelkörner

Am Abend des 16. Juni 2006 kam es in einigen Regionen Ostdeutschlands und Bayernszu schweren Gewittern mit Hagelschlag, Platzregen und Sturmböen. Besonders schlimm betroffen waren der Raum Leipzig in Sachsen und Gebiete in Mecklenburg - Vorpommern. Im Landkreis Müritz im Süden der Mecklenburgischen Seenplatte bildete sich gegen 18:15 Uhr westlich von Massow ein Tornado der Stärke F2. Die Schneise war über 5 Kilometer lang und bis zu 300 Meter breit. Zahlreiche Bäume wurden abgeknickt oder entwurzelt, einzelne Bäume wurden bis zu 30 Meter verfrachtet. Einige Waldabschnitte erlitten Totalschaden.

Abgesehen von dem Tornado traten in den Gewittern örtlich schwere Sturmböen bis 101 km/h Windgeschwindigkeit auf. Sehr viel Regen mit über 80 Liter pro Quadratmeter fiel in Chemnitz, gefolgt von Marienberg mit 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Auch in Teilen Bayerns gab esinnerhalb weniger Stunden über 30 Liter Regen pro Quadratmeter.

Viele Keller liefen nach den Regengüssen voll. Außerdem blockierten zahlreiche abgebrochene Äste und umgeknickte Bäume den Straßenverkehr. In Leipzig wurden bei einem Hagelschauer mit hühnereigroßen Körnern sechs Menschen verletzt. Zahlreiche Scheiben gingen zu Bruch, hunderte Autos wurden beschädigt. Die Schäden gingen in die Millionen.

Große Hagelkörner in Leipzig und deren Auswirkung auf Autos:

Mehr Informationen: Weitere Bilder aus LeipzigMehr Informationen: Bilder aus dem Chemnitzer Umland

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