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Unwetter im Rückblick

Donnerstag, 30.03.2006

Kritische Hochwasserlage

Starker Regen und Schneeschmelze

Durch kräftige Regenfälle und starkes Tauwetter kam es ab dem 28. März 2006 an einigen Flüssen zu Hochwasser.Während in Deutschland zunächst Donau und Rhein betroffen waren, kam es im Verlaufzu Überschwemmungen an Oder und Elbe. Vor allem an der Elbe spitzte sich die Lage zu. Dort mussten zahlreiche Straßen gesperrt werden, der gesamte Fährverkehr auf der Elbe kam zum Erliegen. Ineinigen Städten und Gemeinden wurde Katastrophenalarm ausgerufen, da das Hochwasser dieAlarmstufen 3 und 4 erreichte, Altstädte überflutet wurden und zahlreiche Menschen evakuiert werden mussten.

Von dem Hochwasser war nicht nur Deutschland sondern auch andere benachbarte Länder Zentraleuropas betroffen. In Österreich hat die Flut mindestens ein Todesopfer gefordert. Im Osten Österreichs an der Grenze zur Slowakei brachen mehrere Dämme. In Budapest in Ungarn erreichte die Donau die Rekordmarke von 8,58 Metern.Auch in Tschechien war die Lage kritisch. Das Elbe-Einzugsgebiet nördlich der Hauptstadt Prag bis zur deutschen Grenze wurde zum Notstandsgebiet erklärt. Mehrere Ortschaften wurden zwangsevakuiert.

In Rumänien und Bulgarien stieg die Donau und ihre Nebenflüsse durch Tauwetter und ergiebigen Regenfällen ab dem 11. April 2006 stark an. Für zahlreiche Orte wurde der Notstand erklärt, nachdem aufgeweichte Schutzdämme entlang der Donau nachgegeben hatten. Auch in Serbien-Montenegro wurde der Ausnahmezustand wegen Überschwemmungsgefahr verhängt. Der Fluss Tisa hat mit 8,02 Metern seinenhöchsten Wasserstand seit hundert Jahren erreicht.

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