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Unwetter im Rückblick

Samstag, 04.03.2006

Neuschnee verursacht Chaos

Viele Fahrbahnen blockiert

Starke Schneefälle verursachten am Freitag, den 3. März 2006 und am Samstag, den 4. März 2006 vielerortsteils erhebliche Verkehrsbehinderungen. Am Freitag war vor allem ein Streifen von Rheinland-Pfalz und dem Saarland bis zum Thüringer Wald und nach Nordostbayern betroffen. Es bildeten sich viele Staus, querstehende LKW blockierten die Fahrbahnen. In den genannten Gebieten fiel örtlich 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee innerhalb von 12 Stunden. Am Flughafen Frankfurt kam es teilweise zu Verspätungen von zwei bis drei Stunden, mehr als 300 Flüge mussten annulliert werden.

Verursacht wurden die Schneefälle von Tief "Xandra", das von Frankreich in die Mitte Deutschlands gezogen war. Im Bereich der Zugbahn des Tiefs und in einem Streifen nördlich davon kam es zu Schneefall. Südlich ging der Niederschlag unter Zufuhr milderer Luftmassen dagegen in Regen über. Am Oberrhein wurden bis zu 10 Grad plus gemessen.

In der Nacht zu Samstag und am Samstag früh kam es dann in Bayern und Baden-Württemberg zu heftigen Dauerschneefällen, die verbreitet für chaotische Straßenzustände gesorgt hatten. Auf den Autobahnen kam der Verkehr nach zahlreichen Unfällen zeitweise vollständig zum Erliegen. In München wurde eine Schneehöhe von einem halben Meter gemeldet. Aber auch am Bodensee wie zum Beispiel in Konstanz hat sich binnen 48 Stunden eine gut 40 Zentimeter mächtige Schneedecke gebildet.

Auf dem 1493 Meter hohen Feldberg im Südschwarzwald wurde am Sonntagmorgen eine Gesamtschneehöhe von 2,12 Meter gemeldet. Im Kempten (Allgäu) auf 705 Höhenmetern betrug die Gesamtschneehöhe nach mehr als 60 Zentimeter Neuschnee 89 Zentimeter.

Ursache des starken Dauerschneefalls im Süden des Landes war eine nahezu stationäre Luftmassengrenze, die kalte Luft über Deutschland von milderer Luft in den Südalpen trennte. Erst mit der Südostverlagerung eines Tiefs über Norditalien war die Kaltluft am Sonntag weiter südwärts vorangekommen, wodurch die Schneefälle nachließen.

Auch im äußersten Norden Deutschlands wuchs die Schneedecke stark an. Über 72 Stunden lang zogen von der Nordsee her immer wieder schauerartige Schneefälle nach Schleswig-Holstein herein. Bis Samstagmittag war die Schneehöhe in den mittleren Landesteilen auf 15 bis 26 Zentimeter angewachsen.

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